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PEPiQ

Ausgangssituation

Richtig qualifizierte und damit kompetente Mitarbeiter sind ein maßgeblicher Erfolgsfaktor eines Industrieunternehmens. Erst dadurch können die wertschöpfenden Prozesse des Unternehmens während der Produktentstehung als auch im anschließend Seriengeschäft effizient und effektiv durchgeführt werden. Ändern sich die Eigenschaften des Produkts aufgrund von Technologiesprüngen, so ergeben sich auch in der Regel tiefgreifende Auswirkungen auf die wertschöpfenden Prozesse und damit die Mitarbeiterkompetenzanforderungen. D.h. Produktveränderungen führen am Ende in den meisten Fällen zu sich verändernden Qualifikationsbedarfen, auf welche wiederum mit einem agilen und genügend Vorausschau ausgestatteten Kompetenzmanagement reagieren muss. Verfügt ein Unternehmen jedoch nicht über ein (derartiges) Kompetenzmanagement, so bleiben die sich kontinuierlich dynamisch verändernden Qualifikationsbedarfe unbefriedigt. Im schlechtesten Szenario kann dies die Wettbewerbsfähigkeit bzw. die Rentabilität des Unternehmens aufgrund von Reibungsverlusten und Produkten mit mangelhafter Qualität gefährden.

Die Nutzfahrzeugbranche sieht sich aktuell einer Reihe von Technologiesprüngen gegenübergestellt, auf welche die Nutzfahrzeug-OEMs mit entsprechend neuartigen Fahrzeugprodukten Antworten finden müssen.

Viele Nutzfahrzeug-OEMs praktizieren aufgrund fehlender oder begrenzter Kapazitäten ihres Personalbereichs, zu hoher Kosten und/oder mangelhaftem Know-How aber nicht ein systematisches, proaktives Kompetenzmanagement. Es wird oftmals eher auf eine pragmatische Weiterbildungsarbeit gesetzt, die nicht einen systematischen Charakter basierend auf Planung, Durchführung, Evaluierung und kontinuierliche Verbesserung beinhaltet. Die Folge ist eine ineffiziente und verspätete (reaktive) Mitarbeiterqualifizierung. Die Konsequenzen sind schließlich Probleme sowohl im Produktentstehungsprozess als auch in den Serienprozessen wie bspw. erhöhter Kommunikationsaufwand, Verzögerungen und mangelhaft bearbeitete Aufgaben. 

Zielsetzung und Nutzen

Die grundlegende Zielsetzung des Forschungsprojekts besteht in der Entwicklung eines Kompetenzmanagementmodells, mit dessen Hilfe Nutzfahrzeug-OEMs ihre PEP- und Serien-Mitarbeiter für bevorstehende Produkttechnologiesprünge proaktiv qualifizieren können. D.h. mit dem Projekt soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass die Nutzfahrzeug-OEMs die sich aus den Technologiesprüngen ergebenden Qualifizierungsbedarfe rechtzeitig erkennen und durch passende Qualifizierungsmaßnahmen beseitigen können. 

Unter einem Kompetenzmanagementmodell ist ein strukturierter, systematischer Ansatz zur Qualifizierung von Mitarbeitern zu verstehen. Es handelt sich demnach um ein geeignetes Instrument für ein Nutzfahrzeug-OEM, der seine Mitarbeiter mit den zur Entwicklung und Fertigung eines spezifischen Fahrzeugprodukts erforderlichen Kompetenzen ausstatten möchte.

Die Formulierung „Pep- und Serien-Mitarbeiter“ verdeutlicht, dass das zu entwickelnde Kompetenzmanagementmodell auch die gesamte Belegschaft des Nutzfahrzeug-OEMs betrachten soll. Ein Vorabausschluss einzelner Mitarbeitergruppen findet demnach nicht statt, wodurch nach Anwendung des Modells auch keine Qualifizierungsbedarfe im Zuge eines Technologiesprungs unbefriedigt verbleiben können.                                     

Mit Produkttechnologiesprüngen sind neue technologische Möglichkeiten für einzelne Produktfunktionen gemeint, die aufgrund ihrer Vorteile im Vergleich zur bisher genutzten Technologie disruptiv in die Nutzfahrzeugbranche Einzug erhalten. Sie basieren in der Regel auf Innovationen.

Die Betonung der proaktiven Qualifizierung zeigt, dass das Kompetenzmanagementmodell auch dafür Sorge tragen muss, dass die PEP- und Serien-Mitarbeiter über die entsprechenden Kompetenzen verfügen, bevor die erste Fahrzeuggeneration mit einer neuen Technologie den PEP und die Serie durchläuft. Fehlern bzw. Problemen im PEP und der Serie aufgrund mangelhaft qualifizierter Mitarbeiter wird damit präventiv entgegengewirkt.

Alles in allem wird mit dem Kompetenzmanagementmodell der Versuch unternommen, den Nutzfahrzeug-OEMs einen strukturierten Weg aufzuzeigen, wie sie ihre Mitarbeiter und damit den Erfolgsfaktor auf sprunghaft sich verändernde Fahrzeugprodukte vorbereiten können.                                                           

Forschungsauftraggeber [1]

[2]
Lupe [3]

Der Forschungsauftragsgeber ist die MAN Truck & Bus SE (München).

Ansprechpartner

Maximilian Cedzich, M. Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachgebiet Qualitätswissenschaft
Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb
Fakultät V
Produktionstechnisches Zentrum (PTZ)
Raum Raum 432
Pascalstr. 8-9
10587 Berlin
+49 (0) 30 / 314 23565
E-Mail-Anfrage [4]
Sprechstunde:
Nach Vereinbarung
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