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TU Berlin

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FuMaMa

FuMaMa - Fuzzy-Maßnahmen-Management      

Ausgangssituation

Dauerhaft hohe Qualität ist nicht das Ergebnis der Anwendung einer Methode oder eines Vorgehens. Vielmehr kann es als Resultat des kontinuierlichen Strebens nach Verbesserung und Adaptation an sich verändernde Rahmenbedingungen verstanden werden. Diese Geisterhaltung spiegelt sich in dem PDCA-Zyklus – Plan, Do, Check, Act – wieder. Dieses Streben bzw. die Geisterhaltung ist auch in der Softwareentwicklung der Automobilindustrie zu entdecken.

Die Softwareentwicklung in der Automobilindustrie wendet die ISO 26262-6 für funktionale Sicher-heit an, wenn die zu entwickelnde Software sicherheitsrelevante Aufgaben übernehmen soll. So ist beispielsweise eine Software für die Lenksteuerung oder das Bremssystem sicherheitsrelevant, weil ein Versagen der Software zu Schäden an Menschen führen kann. Die ISO 26262-6 schreibt daher qualitätssichernde Maßnahmen vor, die in der Entwicklung solcher Softwareprodukte eingesetzt werden müssen.

Derzeit werden viele einzelne Tools und manuell erstellte Reports verwendet, um die Ergebnisse der Qualitätssicherung nach der ISO 26262-6 zu erfassen. Diese heterogene Datenbasis ist unübersichtlich und daher für einzelne Projekte schwer bestimmbar. Automotive Softwarehersteller wollen daher die Konformität des Softwareentwicklungsprozesses an einer zentralen Stelle einsehen und erforderliche Gegenmaßnahmen effizient bestimmen. 

Zielsetzung und Nutzen

Die Motivation des Kooperationsprojekts zielt auf ein ganzheitliches Management von Qualität im Sinne des PDCA-Zyklus. Hinsichtlich eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist es somit nicht nur notwendig, die Qualitätslage systematisch zu messen und zu überprüfen, sondern auch sowohl effektiv als auch effizient zu verbessern.

Der wesentliche Fokus des Projekts liegt auf der Automatisierung der Maßnahmenermittlung. Basie-rend auf dem ermittelten Konformitätsstatus in einem Projekt sollen aus der umfassenden Menge von Optionen diejenigen Maßnahmen definiert werden, die die Konformität effizient und wirksam herstellen. Dazu soll ein To-Do-Listen Generator entwickelt werden, welcher basierend auf der Fuzzy Set Theory zu gegebenen Verteilungen der Qualitätsparameter sowie deren Aggregation durch das Qualitätsmodell geeignete Gegenmaßnahmen vorschlägt. Über die reine Bewertung hinaus werden damit auch Gegenmaßnahmen identifiziert und der PDCA-Zyklus vollständig umgesetzt. Dies ent-spricht dem hohen Praxisbedarf nach effizienter Softwareentwicklung in hoher Qualität.

Das Empfehlungssystem soll für spezifische Gegenmaßnahmen so gestaltet sein, dass potenzielle Anwender ohne weiterführende Vorerfahrungen oder tiefergehendes Fachwissen systematisch und objektiv Verbesserungen anstoßen und umsetzen können.

Automotive Softwarehersteller suchen nach einer ganzheitlichen Betrachtung von ISO-Konformität sowie automatisierter Generierung von Gegenmaßnahmen. Daher soll das Empfehlungssystem in das  MES Tool (MES Quality Commander) integriert werden. So können notwendige Schritte zur ISO-26262-6-Konformität, wie zum Beispiel das Identifizieren von Gegenmaßnahmen, automatisiert ermittelt werden.

Projektpartner

Die Model Engineering Solutions GmbH (MES) ist eine Software Hochtechnologie-Firma spezialisiert auf die integrierte Qualitätssicherung eingebetteter Software im Automobil. MES wurde im Okt. 2006 im Rahmen des vom BMBF geförderten IMMOS Projektes als Firmenausgründung / Einzelunterneh-men gegründet und Mitte 2008 in eine GmbH umgewandelt. Geschäftsführer sind Dr. Heiko Dörr (CEO) und Dr. Hartmut Pohlheim (CTO). MES entwickelt und vertreibt seit seiner Gründung Werkzeu-ge, die die Entwicklung eingebetteter Fahrzeug-Software durch konstruktive und analytische Quali-tätssicherung unterstützt. Neben der Werkzeugentwicklung ist MES auch beratend im Bereich der modellbasierten Entwicklung eingebetteter Software tätig und bietet z.B. Unterstützung bei der De-finition effizienter Entwicklungsprozesse. Kunden sind die großen deutschen Automobilhersteller wie die Daimler AG, Volkswagen und Audi, sowie Zulieferer der Automobilindustrie, wie z.B. Continental, Bosch und Siemens.

Förderhinweis

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Dieses Projekt wurde kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

 

 

Zusatzinformationen / Extras

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Ansprechpartner Stephan Höhne, M. Sc.

Stephan Höhne
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachgebiet Qualitätswissenschaft
Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb
Fakultät Fakultät V
Sekr. PTZ 3
Produktionstechnisches Zentrum (PTZ)
Raum 430
Pascalstr. 8-9
10587 Berlin
+49 (0) 30 / 314 23996
Kontaktdaten als QR-Code
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