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Geschichte
Das Fachgebiet „Qualitätswissenschaft“ entstand am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU Berlin. In 1967 erwirkte der damalige Institutsleiter, Prof. Günter Spur, einen Lehrauftrag für das Wissensgebiet „Qualitätslehre“ und konnte als Dozenten den international ausgewiesenen Dr. rer. nat. Walter Masing dafür gewinnen. Damit wurde dieses Fach zum ersten Mal an einer deutschen Universität angeboten. Als Prof. Masing sich in 1978 zurückzog, trugen mehrere Dozenten das Fach durch Lehraufträge lückenlos weiter, bis es in 1988 durch die Einrichtung eines Fachgebiets „Qualitätswissenschaft“ an der TU Berlin institutionalisiert werden konnte.
Den Ruf erhielt Dr.-Ing. Gerd F. Kamiske, der das Fachgebiet bis 1994 leitete. In dieser kurzen Zeit gelang es ihm, das Fachgebiet sowohl in den Forschungsaktivitäten, als auch in der Lehre zu einem der leistungsstärksten seiner Art in Deutschland aufzubauen. Prof. Kamiskes Forschungsschwerpunkt lag in der Ausgestaltung und Verbreitung des Total Quality Management – Konzepts und auf dem Gebiet der qualitätsbezogenen Kosten. Darüber hinaus ist er Herausgeber zahlreicher Bücher zum Wissensgebiet.
Nach einem langwierigen Berufungsverfahren übernahm Prof. Dr.-Ing. Joachim Herrmann in 1998 die Leitung des Fachgebietes und führte es bis 2009. In dieser Zeit wurden die Lehraktivitäten weiter ausgebaut, was zu einer stark gestiegenen Höreranzahl führte. Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten lagen in der Prozessbeherrschung und in der Methodik der Problemlösung. Das Engagement von Prof. Herrmann bei der Förderung der Frauen in der Ingenieursausbildung führte dazu, dass die Universitätsleitung dem Fachgebiet „Qualitätswissenschaft“ zwei Gastprofessuren zuordnete.
In 2008 erhielt Dr. rer. nat. habil. Martina Schraudner die Gastprofessur für das Fachgebiet „Gender und Diversity in Organisationen“ und wurde von der Universitätsleitung mit dem Aufbau eines Gendercontrollings für die TU Berlin betraut. Schwerpunkt ihrer Forschungsaktivitäten ist die Integration von Genderaspekten in frühen Phasen der Forschungsplanung und Fragestellungen des Diversity Managements.
Ebenfalls in 2008 wurde Dr. phil. Marion Esch Gastprofessorin für das Fachgebiet „Qualitätsmanagement und Chancengleichheit in der Ingenieurausbildung“.Als Mitinitiatorin und längjährige wissenschaftliche Leiterin der Femtec Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Ansätzen zur Förderung des weiblichen Ingenieurnachwuchses. Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht Prof. Esch den Einfluss von Spielfilmen und Serien auf die Berufsorientierungen Jugendlicher. Gleichzeitig arbeitet sie mit Filmschaffenden daran, mit Themen aus Naturwissenschaft und Technik Fernsehformate zu erstellen, in denen Ingenieurinnen eine tragende Rolle zukommt.
Neben zahlreichen anderen Programmen wird durch diese Gastprofessuren die Spitzenstellung der TU Berlin unter den deutschen Universitäten bezüglich der Genderthematik weiter ausgebaut.
Seit dem 1. September 2010 wird das Fachgebiet Qualitätswissenschaft von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Roland Jochem geleitet.

