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RQA-VPE

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RQA-VPE  -  Risikobewertung und Qualitätsabsicherung in der virtuellen Produktentstehung in KMU

 

 

Ausgangssituation

Um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen an den Markterfordernissen und Kundenbedürfnissen ausgerichtete Produkte entwickeln. Im Zuge der Globalisierung unterliegen bisherige Rahmenbedingungen der Dynamik des Weltmarktes, sodass sich Unternehmen häufig einer verschärften Konkurrenzsituation mit einhergehendem Preiswettbewerb ausgesetzt sehen.

Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert sowohl eine bestmögliche Parallelisierung von Arbeitsabläufen innerhalb des Produktentstehungsprozesses sowie eine weitestgehende Digitalisierung im Rahmen der virtuellen Produktentstehung.

Erschwerend kommt hinzu, dass OEMs ein integriertes Mitwirken ihrer Zulieferer im Produktentstehungsprozess  verlangen, wodurch diese einen immer größeren Anteil der Wertschöpfungskette und damit verbundene Risiken übernehmen müssen. Aufgrund ihrer herausragenden Stellung in der Zulieferindustrie sind hiervon insbesondere KMU betroffen.

Vor allem bei komplexeren Produkten entstehen durch die Integration der Zulieferer ganze Entwicklungsnetzwerke. Dadurch spielen die organisatorischen Schnittstellen und die darin ausgetauschten digitalen Modelle eine wichtige Rolle und bilden die Basis für hochwertige Endprodukte. Jedoch erreicht aus Sicht der Antragssteller die Qualitätsabsicherung und Risikobetrachtung bei den digitalen Modellen im Vergleich zur Qualitätssicherung der physischen Produkte in der Fertigung und Montage noch nicht die gleiche Güte.

Dieses Ungleichgewicht wirkt sich negativ auf die Produkt- und Prozessrobustheit der digitalen Produktentwicklung aus und führt letztlich zu einer Verschlechterung im wechselseitigen aufeinander Aufbauen und Entwickeln von Produkten. 

Zielsetzung

Die interdisziplinäre Problemstellung aus Qualitätsmanagement und der virtuellen Produktentstehung erfordern ein breites Kompetenzfeld. Durch die Zusammenarbeit der Lehrstühle „Qualitätswissenschaft“ und „Industrielle Informationstechnik“ der Technischen Universität Berlin, sind dadurch bereits umfangreiche Vorkenntnisse vorhanden, um eine umfassende Bearbeitung dieser Problemstellung zu gewährleisten. Über eine Projektlaufzeit von 2 Jahren werden entsprechende Arbeitspakete geschnürt und die Vorgehensweise anhand der in der Praxis üblichen Vorgehensweise nach dem V-Modell beschrieben.

Nutzen

Das erarbeitete Konzept zur ganzheitlichen Risikobewertung und Qualitätsabsicherung innerhalb der digital gestützten Produktentstehung unterstützt KMU entlang der digitalen Prozesskette der Produktentstehung.

Im Rahmen des Qualitätsmanagement kann das Assistenzsystem zur operativen Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems genutzt werden indem eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Vermeidung von Risiken durch eine sinnvolle, zielgerichtete Integration von qualitätsabsichernden Maßnahmen in die Prozesse der virtuellen Produktentstehung unterstützt wird. Des Weiteren lassen sich durch die Risikobewertung wichtige Informationen zur Definition von Qualitätszielen und zur Entscheidungsunterstützung sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene gewinnen.

Weiterhin kann das Kennzahlensystem zusätzliche Informationen liefern, um Ansatzpunkte für einen Verbesserungsprozess sichtbar zu machen und so im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozess dem Unternehmen dienen.

In der operativen Produktentstehung bietet das Assistenzsystem vor allem Potentiale zur Umsetzung von konkreten Qualitätsaufgaben in den typischen Aktivitäten der virtuellen Produktentstehung und ermöglicht somit eine ganzheitliche Optimierung des digitalen Entwicklungsnetzwerkes. Demnach kann ein qualitätsgerechtes Konstruieren und Modellieren sichergestellt, ein den Anforderungen gerechtes digitales Produktmodelle erstellt und Blind- und Fehlleistungen sowie Mehraufwände vermieden werden.

Förderhinweis

Das IGF-Vorhaben 427ZN der Forschungsvereinigung Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. (FQS), August-Schanz-Straße 21A, 60433 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Weiterführende Links

Homepage: RQA-VPE

Zusatzinformationen / Extras

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Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Johannes Schober
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachgebiet Qualitätswissenschaft
Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb
Fakultät V
Produktionstechnisches Zentrum (PTZ)
Raum 429
Pascalstr.8-9
10587 Berlin
+49 (0)30/ 314 25930

Sprechstunde
Mi 13-15 Uhr