Inhalt des Dokuments
Forschungsfelder im qualitätsdenkenden Unternehmen
Denkmuster (Konzepte/Strukturen)
Zur Entwicklung und Umsetzung des qualitätsdenkenden Unternehmens sind neue Denkmuster im Qualitätsmanagement notwendig, die alle Ebenen und Aspekte im Unternehmen berücksichtigen und integriert betrachten. Dazu werden innovative QM-Konzepte entwickelt und getestet, die durchgängig von der Unternehmensstrategie über die neuen Prozesse, beispielsweise Mikroproduktionstechnik, und die Organisation, beispielsweise selbstorganisierende Produktion, bis hin zur Ausgestaltung der Unternehmenskultur und der Führungsqualität effiziente und nachhaltige Strukturen umsetzbar machen.
Handlungsanleitungen (Vorgehensweisen/Methoden)
Bei Handlungsanleitungen zum Qualitätsmanagement gilt es einerseits existierende relevante QM-Methoden und Qualitätstechniken unter Einsatz von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (Internet, Web 2.0) zum Nutzen des Unternehmens adäquat einzusetzen und zu vernetzten, aber andererseits geht es darum neue Methoden zum präventiven QM, beispielsweise auch unter Verwendung simulationsbasierter Ansätze, zu entwickeln und das Risikomanagement zu integrieren. Aus wirtschaftlicher Sicht sind Bewertungen anhand von Kennzahlen zu entwickeln und Vergleichsmethoden zur Positionierung im Wettbewerb zu erarbeiten.
Qualitätswissen (Modelle/Systeme)
Im Rahmen des Bereiches Qualitätswissen stehen die Entwicklung von Methoden zur Abbildung von Qualität und Prozessen sowie relevanter Vorgehensweisen zur Anwendung dieser Methoden zur Bewertung von Produkt- und Prozessqualität, wie beispielsweise Reifegradmodelle im Vordergrund. Ein damit in Verbindung stehender Schwerpunkt ist die Repräsentation von Wissen über Prozess und Qualitätsbewertung in Modellen und dessen einfacher Zugriff und Nutzung in Wissensmanagement-Systemen.
Kontroll- Nachweismechanismen (Bewertungsmethoden/Kennzahlen)
Bezogen auf Kontroll- und Nachweismechanismen werden relevante Modellierungsmethoden und Simulationsansätze für deren Einsatz hinsichtlich Messung, Bewertung und Controlling von Produkt- und Prozessqualität und zur Bestimmung entsprechender Kennzahlen weiterentwickelt und für den praktischen Einsatz optimiert. Zusätzlich sollen sie derart erweitert werden, dass sie als Grundlage für die Gestaltung und Optimierung von Veränderungsprozessen und die Organisationsentwicklung dienen können.Qualitätsmanagementsysteme alleine können die Effektivität und Effizienz der Abläufe in Unternehmen bzw. Projekten nicht sicherstellen. Es ist eine ganzheitliche Sicht aller relevanten Aspekte erforderlich. Neben dem Qualitätsmanagement sind dies vor allem Risiko-Aspekte, Umwelt-Aspekte, Kosten-/Controlling-Aspekte und Organisationsaspekte. Diese müssen ganzheitlich über das gesamte Unternehmen sogar über die Lieferantenkette bis hin zum Zulieferer integriert betrachtet werden.

