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TU Berlin

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Qualitätswissenschaftliches Update am 30.11.2017, 15.30 Uhr, PTZ Berlin.

Festkolloquium 2017 - 50 Jahre Qualitätslehre am IWF der TU Berlin

Lupe

Am 08. September 2017 wurde anlässlich der ersten Vorlesung zur Qualitätslehre im Sommersemester 1967 von den Fachgebieten Qualitätswissenschaft sowie Qualitätsstrategie und Qualitätskompetenz zu einem Festkolloquium geladen. Einerseits wurde auf die Entstehungsgeschichte zurückgeblickt aber auch zukünftige Themenfelder in Forschung und Lehre vorgestellt. Nach den Grußworten des Präsidenten der TU sowie dem Dekan der Fakultät V referierten der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. sowie die ehemaligen Fachgebietsleiter Prof. Dr.-Ing. Herrmann und Prof. Dr.-Ing. Kamiske über die Zeit in Ihrer Funktion an der TU Berlin und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb. Prof. Dr.-Ing. Herrmann berichtete lebhaft über seine Erfahrungen als Student des 2004 verstorbenen Prof. Masing - dem Qualitätsexperten, sowie Gründer mehrerer Institutionen mit Qualitätsbezug und erstmaligen Lehrbeauftragten für das Fach Qualitätslehre an der TU Berlin. 

Das Programm schloss mit der Präsentation des Quality Science Lab und einiger Q-Applikationen der Fachgebiete, wobei die Qualität vor dem Hintergrund der digitalen Transformation in den Fokus gerückt wurde. Bei dem anschließenden Get-together konnten die ca. 60 Teilnehmer den spannenden Nachmittag ausklingen lassen.

Exkursion im Modul "Praktische Qualitätssicherung in der Automobilindustrie": VW-Werk Hannover

Lupe

Am 01. Dezember 2016 ging es für 15 Studierende der TU Berlin im Rahmen der Exkursion in der Lehrveranstaltung „Praktische Qualitätssicherung in der Automobilindustrie“ (Verantwortlicher: Herr Dr. Lampe) in das Stammwerk der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge nach Hannover.

Dieses wurde am 8. März 1956 in Betrieb genommen und umfasst eine Gesamtwerkfläche von 1.228.430 m², von denen über 620.000 m² mit Produktionsgebäuden und Fertigungshallen bebaut sind. Hier werden derzeit der T6, der T6 Camper sowie der Amarok von rund 14.000 Mitarbeiter produziert. Die jährliche Produktion beträgt 176.000 Fahrzeuge, d.h. täglich gehen über 500 Fahrzeuge vom Band (Stand 12/2015). Ebenfalls im Werk befindet sich die Gießerei, in der Zylinderköpfe, Fahrwerksteile und Wärmetauscher für die Volkswagen AG produziert werden.

Die Exkursion startete 5.00 Uhr morgens in Berlin. Nach vier Stunden Busfahrt erreichten die Studierenden das Volkswagen-Werk in Hannover-Stöcken.

Bei der Ankunft wurden die Studierenden herzlich begrüßt und in die Gießerei geführt. Das Programm startete mit einem kurzen Auftaktvortrag zum Werk. Daran schloss sich eine Führung durch die heiße Produktionshalle der Gießerei an. Besonders gut in Erinnerungen geblieben sind das flüssige Aluminium, der Geruch, der an einen Mix aus Metall und Schwefel erinnert und die Wärme, die noch von den Kernen und den Gussteilen abstrahlt.

Es folgte ein informativer Vortrag zu den Aktivitäten der Qualitätssicherung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, welche in der darauffolgenden Besichtigung der Fahrzeugfertigung nochmals veranschaulicht wurden. Die Produktion wurde rückwärts durchlaufen: beginnend beim Zählpunkt 8, an dem die 100-prozentige Endkontrolle und Übergabe der Fahrzeuge an den Vertrieb stattfindet, bis zum Karosseriebau, bei dem ein komplex miteinander verknüpftes Roboternetz die einzelnen Blechteile zu ganzen Karosserien zusammenfügt.

Am Nachmittag wurde das Programm im Cubing-Zentrum fortgesetzt. Ein weiterer Vortrag vermittelte den Studierenden Einblicke in die Messtechnik, bevor die Studierenden einen Meisterbock des neuesten Amarok bestaunen und anfassen konnten. Hierbei handelt es sich um ein Aluminiumgerüst, auf dem während der Vorserienphase jeweils Komponenten oder auch das ganze Fahrzeug aufgebaut werden, um das Zusammenwirken von Teilen von verschiedenen Zulieferern bezüglich Optik, Haptik, Spaltmaßen, Montierbarkeit etc. beurteilen zu können.

Das Programm schloss mit einem Vortrag zum Thema Schraubverbindungen im Automobilbau ab. Es gelang dem Referenten aus der Praxis sehr gut, dieses bedeutende technische Thema schön zu veranschaulichen und verständlich zu vermitteln.

Nach dem Ganztagsprogramm kamen die Studierenden 21.30 Uhr wieder in Berlin an. Trotz der über 16-stündigen Dauer der Exkursion gaben die Studierenden ein durchweg positives Feedback.

An der Stelle danken wir nochmal Herrn Dr. Schilling vielmals für die Organisation der interessanten Exkursion sowie für den umfangreichen Einblick in die Qualitätssicherung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, der uns gewährt wurde. Weiterhin danken wir Herrn Röder, Herrn Hellmann, Herrn Dr. Nitschke und Herrn Wilke für die interessanten Vorträge und Führungen durch die Gießerei, den Karosseriebau, die Montage sowie das Cubing-Zentrum. Ebenso danken wir der Volkswagen Konzern Qualitätssicherung für die Übernahme der Exkursionskosten. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei Herrn Dr. Lampe für die gesamte praktische und abwechslungsreiche Gestaltung der Lehrveranstaltung sowie für seinen stetigen Einsatz und seine ungebrochene Motivation.

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